Pirna hat ein großes kulturelles Spektrum, unter dem das DDR-Museum Pirna, Stadtmuseum Pirna, die Botanische Sammlungen und das Landschloss Pirna - Zuschendorf gehört. Aber auch das spätgotische Bürgerhaus, welches 1719 für den Sohn August des Starken und seiner Braut im Stil des Dresdner Barock als „Herrschaftslogier“ umgestaltet wurde, die Frohnfeste mit der Stadtgalerie, die Siedlung der ehemaligen Steinbrecher Am Steinplatz, die Burganlage Sonnenstein mit der Gedenkstätte, und viele mehr. Am Tag des offenen Denkmals werden eine Vielzahl bauhistorisch interessanter Gebäude, Höfe und Keller zur Besichtigung freigegeben.
In den eingemeindeten Ortsteilen liegen weitere Sehenswürdigkeiten, wie das Richard-Wagner-Museum in Graupa, das größte Richard-Wagner-Denkmal der Welt im Liebethaler Grund oder das über 450 Jahre alte Landschloss Zuschendorf mit Hortensien-, Bonsai-, Efeu- und Kameliensammlung. Besonders sehenswert ist das Gebiet der historischen Altstadt am Markt und die Marienkirche. Sitznischenportale, Brunnenbecken und eine kursächsische Postdistanzsäule sind Zeugen des Gewerbes mit dem Sandstein, wobei man auch rund um das Zentrum viele interessante Häuser wie die Löwenapotheke, das Marienhaus und gegenüber ein Gebäude mit spätgotischem Kielbogenportal sieht.
Die spätgotische dreischiffige Hallenkirche St. Marien wurde zwischen 1502 und 1546 über einem Vorgängerbau errichtet und beeindruckt durch ihre Größe. Ihr mächtiger Turm mit barocker Turmhaube beherbergt seit 1994 wieder das einzige siebenstimmige Geläut in der Sächsischen Landeskirche. Neben dem zehn Meter hohen sandsteinernen Altarrentabel und dem bereits von Goethe bewunderten Taufstein mit 26 kleinen Kinderfiguren, stellen die figuralen Gewölbemalereien mit ihren vielen biblischen Szenen ein einmaliges Kleinod sakraler Malerei im Zeitalter der Reformation dar. |